This is not america

2008-2009

Analoge MF / c-prints auf Dibond / 30x30 cm / Auflage 5+ 2AP

Die Arbeit beschäftigt sich mit architektonischen Strukturen am Beispiel burgenländischer Straßendörfer. Die visuelle Umsetzung erfolgt mithilfe der Fotografie, angelehnt an die Ästhetik amerikanischer Roadmovies.

 

Das Straßendorf stellt eine planmäßig geordnete Siedlung dar, wobei die Häuser im Nordburgenland mit ihren Giebeln zur Straße hin orientiert sind. Hinter den Häusern liegen die Hausgärten  - jede Einheit ähnelt der anderen in ihrem Grundriss. Gemeinsam bilden sie eine Abgrenzung des Ortsriedes, deren Umrisslinie oft dem Zuge der Ortsstraße folgt. Ein Straßendorf kann nach beiden Seiten vergrößert werden, ohne seine ursprüngliche Siedlungsform zu verlieren.

Ähnlichkeiten in der Siedlungsstruktur findet man in Amerika – dabei ist die Auswanderung vieler BurgenländerInnen zu Beginn des 20. Jhdts. nach Amerika (vorwiegend Chicago), vor allem aus wirtschaftlichen Gründen, zu erwähnen.

Ein Detail: In Chicago wohnen mehr als 30.000 ausgewanderte BurgenländerInnen – es ist die größte burgenländische Stadt innerhalb und außerhalb Burgenlands.

 

Reduzierte Bildausschnitte evozieren einen dokumentarisch anmutenden Charakter, wobei die Architektur in diesen streng geometrischen Darstellungen wie ein „Vergänglichkeitsmesser“ menschlicher Existenz zu sehen ist.

Ich verstehe die Bildausschnitte als Collagen - als Reise in einem territorialen Grenzbereich, die Analogien zur Weite amerikanischer Landschaften produziert.

This is not america

2008-2009

Analoge MF / c-prints auf Dibond / 30x30 cm / Auflage 5+ 2AP

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